Bonitätsindex

Was ist der Bonitätsindex?

Der Bonitätsindex ist eine Bonitätsbewertung eines Unternehmens auf Basis unterschiedlicher Daten. Er dient zur Risikobewertung und stützt sich auf die statistische Ausfallwahrscheinlichkeit. So verwenden Unternehmen den Index häufig vor Vertragsabschluss mit neuen Geschäftspartnern, um Zahlungsausfällen vorzubeugen oder die Zahlungsmodalitäten entsprechend der Bonitätsbewertung zu gestalten. Banken verwenden den Index bei der Entscheidung von Kreditvergaben. In diesem Artikel erfahren Sie, wie der Bonitätsindex berechnet wird, welche Daten dafür die Basis sind, was eine hohe und niedrige Bewertung (Score) bedeuten, welchen Verwendungszweck die Bonitätsbewertung hat, weshalb sich dauerhaftes Monitoring lohnt und wie Unternehmen ihre Scores verbessern können.

Welche Daten werden zur Berechnung des Bonitätsindex verwendet?

Der Bonitätsindex bewertet also, die Kreditwürdigkeit eines Unternehmens auf Basis von unterschiedlichen Kennwerten. Diese Daten werden von Wirtschaftsauskunfteien, wie Creditsafe Deutschland, erhoben, verifiziert und in Wirtschaftsauskünften zusammengeführt.

Das Scoring kombiniert wirtschaftliche und andere Schlüsselinformationen, u. a. Zahlungserfahrungen, öffentliche Daten wie Handelsregisterstammdaten, Jahresabschlüsse aus dem Bundesanzeiger und Bundesregister, veröffentlichte Bilanzen, Insolvenzbekanntmachungen sowie Branchenanalysen, Recherchen, Eigenauskünfte und viele mehr. So kann das Scoring-Modell von Creditsafe die Wahrscheinlichkeit eines Unternehmens, innerhalb der nächsten 12 Monate zu scheitern, prognostizieren und so potentielle Geschäftspartner vor falschen Entscheidungen schützen. 

Gut zu wissen

Neben dem jeweilig abgefragten Unternehmen werden in den Vollauskünften auch Informationen zu juristischen Personen, also Geschäftsführer und Prokuristen, und deren Bestellung bei anderen Unternehmen aufgeführt. Durch einen Klick erfahren Sie, wie es um die anderen Unternehmen bestellt ist. Ebenso werden Firmenverflechtungen mit den jeweiligen Auskünften aufgezeigt. Den Check gibt es übrigens bei Creditsafe für Unternehmen im In- und Ausland, da die Creditsafe Datenbank über 100 Länder weltweit abgedeckt.

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Scores von 1,0 bis 6,0 - einfach erklärt

Beispiel Bonitätsindex

Jede Wirtschaftsauskunftei hat ihr eigenes Bewertungssystem. Die einen bewerten mit einer s.g. Ampel, die anderen mit Buchstaben oder einem Punktesystem. Creditsafe verwendet das  deutsche Schulnotensystem von 1,0 bis 6,0. Ein niedriger Index steht demnach für eine hervorragende Bonität, während ein Bonitätsindex von 6,0 Insolvenz (Fremdantrag oder Eigenantrag) bedeutet. Daher ist bei einer Bonitätsprüfung von einem Unternehmen mit einem hohen Score Vorsicht geboten. Zum einen könnte das Unternehmen wirtschaftlich unstabil sein und zum anderen könnten Negativmerkmale vorliegen. Zu Negativmerkmalen kommt es, wenn die Vermögensauskunft verweigert wurde, eine Haftanordnung zur Abgabe der Vermögensauskunft vorliegt oder dass sich das Unternehmen in der Eigenverwaltung oder im Schutzschirmverfahren befindet.

Verwendungszwecke für Ihr Unternehmen

Den Grundstein für die finanzielle Absicherung schafft ein professionelles Risikomanagement. Natürlich können gerade kleine und mittlere Unternehmen (KMU) hierfür nicht beliebig viel Budget aufwenden, doch mindestens die Bonitätsprüfung aller Geschäftspartner ist Pflicht. Dabei geht es nicht nur um den einmaligen Check vor Vertragsabschluss. Da sich die finanzielle Lage eines Geschäftspartners, Lieferanten oder (Groß-)kunden jederzeit ändern kann, also das Scoring sich verschlechtern kann, ist auch ein kontinuierliches Monitoring ratsam: Die Einrichtung eines Frühwarnsystems, welches automatisch über Veränderungen bei den beobachteten Firmen informiert, schafft Unternehmen hierbei zusätzliche Sicherheit. Verschlechtert sich die finanzielle Situation eines Partners, erhalten Sie eine E-Mail und können so schnell mit z.B. der Anpassung der Zahlungsmodalitäten reagieren. Abhängigkeiten von Lieferanten, bei denen es aufgrund von finanziellen Engpässen zu Lieferschwierigkeiten kommen könnte, sollten Sie überprüfen. Ist es schon zu spät und ihre Rechnungen werden trotz Mahnungen nicht beglichen, kann der Inkasso-Service Sie unterstützen.

Warum sich eine dauerhafte Überwachung Ihrer Kunden und Lieferanten lohnt

Die Überwachung schützt Sie nicht nur vor Zahlungsausfällen oder Lieferschwierigkeiten. Über die Firmenauskünfte können sie auch potentielle neue Geschäftspartner identifizieren. Verbesserte sich die Bonität eines Unternehmens könnte es ein lukrativer Neukunde werden. 

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Was können Unternehmen tun, um ihren eigenen Bonitätsindex zu verbessern?

Es gibt zahlreiche Möglichkeiten für Unternehmen, ihren Bonitätsindex zu verbessern:

  • Holen Sie eine Selbstauskunft über Ihr Unternehmen ein. Sind alle hinterlegten Informationen richtig und vollständig?
  • Begleichen Sie alle Rechnungen pünktlich. So beugen Sie negativen Zahlungserfahrungen vor.
  • Arbeiten Sie innerhalb der Kreditlinien. Dafür regelmäßig Ein- und Ausgaben prüfen.
  • Eine vorausschauende Liquiditätsplanung lässt Ihnen Raum für Unvorhergesehenes.
  • Tilgen Sie etwaige Schulden pünktlich. Kommunizieren Sie Probleme frühzeitig an Ihre Hausbank.
  • Veröffentlichen Sie Jahresabschlüsse zügig. So ist das Scoring auf dem neuesten Stand.

 

 

Fazit zum Bonitätsindex

Der Bonitätsindex ist eine Bonitätsbewertung eines Unternehmens auf Basis umfangreicher Daten. Er dient u.a. als Indikator für die Ausfallwahrscheinlichkeit von Zahlungen. Zu seiner Berechnung werden unterschiedliche Faktoren herangezogen, neben öffentlichen Quellen auch Zahlungserfahrungen und Branchenindikatoren. Die Wirtschaftsauskunftei Creditsafe bewertet nach dem deutschen Schulnotensystem von 1,0 bis 6,0, wobei 1,0 für eine ausgezeichnete Bonität und 6,0 für Insolvenz bzw. Liquidation steht. Durch die permanente Überwachung können etwaige Zahlungsschwierigkeiten bei Neu- und Bestandskunden sowie Lieferschwierigkeiten ausgeschlossen werden. Es ist allerdings auch möglich, den Bonitätsindex des eigenen Unternehmens zu verbessern.