Energieversorgung Branchenanalyse - Aktuelle Kennzahlen und Trends

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Die Energieversorgung ist einer der wichtigsten Wirtschaftszweige Deutschlands. So waren 2020 rund 41 Mio. Privathaushalte und 3 Mio. Unternehmen tagtäglich auf die Energie für Wärme, Elektrizität und den öffentlichen Verkehr angewiesen. Die Branche ist somit ein essenzielles Standbein für das wirtschaftliche Wachstum.

In dieser Rolle stellte sich die Energiewirtschaft in Deutschland in den letzten Jahren den wachsenden Herausforderungen der aktuellen Energiewende. Das steigende Umweltbewusstsein von Politik und Bevölkerung veranlasste einen stetigen Ausstieg aus fossilen Brennstoffen. Demnach möchte Deutschland künftig seinen ökologischen Fußabdruck reduzieren und gleichzeitig seine Unabhängigkeit von Importen externer Lieferanten stärken. Fossile Energiequellen wie Kohle und Erdgas sollen hierfür schrittweise durch regenerative Alternativen wie Windkraft, Biomasse und Fotovoltaik (Solarenergie) ersetzt werden.

Jedoch bergen diese Klimaziele auch Schwierigkeiten für die Energiewirtschaft und zwingt die Branche in einen Spagat zwischen dem Ausbau erneuerbarer Energien und fortlaufender Gewährleistung der Energieversorgung.

Doch wie steht es um die interne Gewerbestruktur?

Industrieanalyse

  • Unternehmen

  • Insolvenzen

  • Geschäftsauflösungen

  • Neugründungen

Gruppenstruktur

  • Inländische Muttergesellschaft

  • Im Ausland ansässige Muttergesellschaft

Zahlungserfahrungen

(Trend im Vergleich zum Vorjahr)
  • Ø Zahlungsverzug (in Tagen)

Risikoindikatoren

(Trend im Vergleich zum Vorjahr)
  • Ø Score (1-100)

  • Ø Ausfallwahrscheinlichkeit

  • Ø Kreditlimit

Finanzielle Kennzahlen

(Trend im Vergleich zum Vorjahr)
  • Überschuldete Unternehmen

    0

  • Ø Eigenkapitalquote

  • Anlagenintensität

Tabellarische Zusammenfassung

Tabelle 1: Kennzahlen je Unternehmensgröße

Unternehmensgröße Unternehmen

Score

Ausfallwahrscheinlichkeit

Kreditlimit

Zahlungsverzug (DBT)

Überschuldete Unternehmen

Eigenkapitalquote

Anlagenintensität

Klein
Mittel
Groß

Die Energieversorgung zeigt derzeit eine geringe Insolvenzrate auf. Nur 0,3 % der 31 Tausend Energieversorger haben in den vergangenen 12 Monaten Konkurs angemeldet. Mit dem branchenweiten Bonitätsscore von 60 übersteigt der Energiesektor sogar den bundesweiten Durchschnitt von 54. 

Doch wieso weist die Energiewirtschaft dennoch ein erhöhtes Risikoniveau auf?

Die Analyse zeigt, dass die Zahl der Firmeninsolvenzen in der Energiebranche auf etwa 1,2 % steigen könnte.

Ein relevanter Faktor ist hierbei die Kapitalverteilung der Energieversorgung. Derzeit gelten ca. 15 % der Unternehmen als überschuldet, was bedeutet, dass ihre Verbindlichkeiten ihr finanzielles Kapital übersteigen. Das Kapital der Energieversorger ist hierbei überwiegend fremdfinanziert, was zur Folge hat, dass ein Großteil der bestehenden Verbindlichkeiten durch Fremdkapital getragen wird. 

Fazit

Die mangelnde Versorgungsautonomie macht die Energiebranche stark von externen Zulieferern und politischen Richtlinien abhängig. Durch politische Konflikte und ökonomische Sanktionen könnten Engpässe entstehen, weshalb die Energieversorger längerfristige Lieferverträge zukunftswirksam planen müssen. Insbesondere die Lieferquellen für Erdgas sollen hierbei diversifiziert werden.

Diese Entwicklungen bergen starke finanzielle Belastungen für einige Energieversorger.

Aufgrund der hohen Anlagenintensität von 69 % ist das Kapital der Energiebranche jedoch überwiegend an Anlage-Vermögenswerte wie z. B. Erzeugungsanlagen und Investitionen in die Gas- und Strom-Netzwerke gebunden. Somit können Energieversorger in herausfordernden Zeiten nicht immer flexibel auf aufkommende Kosten reagieren und geraten womöglich in eine finanzielle Bredouille.

In Anbetracht der künftigen Prognosen für die Energieversorgung in Deutschland sollten Geschäftspartner ein effektives Risikomanagement betreiben als auch Wirtschafts- und Bonitätsinformationen der betreffenden Unternehmen prüfen.

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